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Warum wir mit Emotionaler Akupunktur besser mit Stress und Ängsten umgehen können

Nimm dir einen Moment und erinnere dich kurz daran, wann dich belastende Gefühle das letzte Mal so richtig im Griff hatten. Wahrscheinlich letzte Woche, gestern oder heute.

Wir alle meistern unseren Alltag mit emotionalen Belastungen:

Wir fühlen uns gestresst, ängstlich, nervös, kämpfen mit überfordernden Emotionen, Sorgen, Liebeskummer, Trauer, Depressionen oder PTSD. Oder wir schlafen schlecht, hadern mit Überzeugen, die uns limitieren oder auch mit psychosomatischen Beschwerden.

Natürlich wünschen wir uns, dass wir uns besser fühlen und fragen uns: Wie sähe unser Leben aus, wenn wir aus den Tiefen dieser belastenden Gefühle schneller zu mehr emotionaler Balance finden könnten? Ohne Tabletten, ohne Drogen, ohne Alkohol und ohne Nebenwirkungen.

Probiere es nächstes Mal mit EFT-Tapping.

Viele Ärzt:innen, Psycholog:innen und Coaches arbeiten mit der Methode und überall auf der Welt gibt es zertifizierte EFT-Practitioner.

Die australische Psychologin Dr. Peta Stapleton bezeichnet EFT-Tapping sogar als „die vierte große Welle in der Psychotherapie“, zusammen mit Behandlungsformen wie EMDR oder somatischer Körperarbeit.

Was ist EFT-Tapping, wie funktioniert es und warum wirkt es?

Was EFT-Tapping ist:

Tapping, auch Emotional Freedom Technique (EFT) oder Klopfakupressur genannt, ist eine psycho-physiologische Technik, mit der unterschiedliche emotionale, psychische und psychosomatische Beschwerden sehr effektiv behandelt werden können.

Entstehung des EFT Tapping:

EFT-Tapping wurde Mitte der 1990er Jahre von Gary Craig entwickelt. Er vereinfachte eine frühere Methode, der sogenannten Gedankenfeldtherapie (Thought Field Therapy, TFT). Diese wurde von dem Psychologen Dr. Roger Callahan, dem Begründer der Energiepsychologie, entwickelt.

Callahans Methode war zwar wirksam, jedoch sehr komplex und aufwändig zu lernen, und die Klopfakupressur-Techniken wurden in Lehrgängen nur an Ärzte, Psychologen und Psychiater weitergegeben.

Gary Craigs Verdienst ist, dass er mit EFT diese Techniken so weit vereinfacht hat, dass damit das Wissen einer breiten Masse zugänglich gemacht werden konnte.

Das Tapping kombiniert Techniken aus der Akupressur, also der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), mit Techniken aus der Kognitiven Psychologie (z.B. Konfrontationstherapie, in sensu) aber auch neurologisches Wissen (z.B. Wiederholungen und bilaterale Stimulation durch Augenbewegungen).

Wofür Tapping angewendet wird:

Das Tapping reduziert Stress oder Angst bzw. Zustände, die mit einem stark erregten Nervensystem zusammenhängen.

  • Stress aller Art
  • überfordernden Emotionen
  • Ängste
  • Phobien (Flugangst, Höhenangst, Platzangst etc)
  • Lampenfieber & Prüfungsangst
  • Überforderung 
  • Depressionen (als Begleitung für Teilnehmer:innen in therapeutischer Behandlung und abhängig von der Art der Depression)
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung
  • Cravings & Sucht/ Süßigkeiten, Zigaretten…
  • Psychosomatische Schmerzen & Beschwerden
  • Schlafstörungen
  • Trauer 

Wissenschaftliche Studien und Belege seit den 60er Jahren:

Millionen von Menschen haben gute bis sehr gute Erfolge mit TCM und den genannten Methoden erzielt, doch die Westliche Wissenschaft erkannte und erkennt Methoden nicht an, wenn es keine wissenschaftlichen Belege nach Westlichen Maßstäben gibt. Diese wissenschaftliche Anerkennung ist aber notwendig, um diese Methoden im Gesundheitswesen anzuwenden. Darum gab es seit den 60er Jahren immer wieder Versuche, das Meridiansystem nachzuweisen, auf dessen Annahme die Akupressur, Akupunktur und das Tapping beruhen.

Das Meridiansystem ist in der TCM ein angenommenes Energiesystem im menschlichen Körper, auf dem die TCM basiert. Trotz unterschiedlicher Studien und Verfahren konnte das Meridiansystem nur teilweise wissenschaftlich nachgewiesen werden. Also gab es keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege und keine Möglichkeit, das Tapping im medizinischen Umfeld als therapeutische Heilmethode anzuwenden.

Trotzdem wendeten mehr und mehr Ärzt:innen, Therapeut:innen, Traumaexpert:innen, Coaches etc. Tapping bei ihren Klient:innen an.

Denn inzwischen wurde mit moderneren Technologien und Verfahren ein ganz anderer Ansatz verfolgt, als sich auf das Meridiansystem zu fokussieren. Es wurde stattdessen untersucht, was im Körper und im Gehirn passiert, wenn wir die Klopfakupressur anwenden.

Durch Aufnahmen (funktionelles MRT) des Gehirns und der Gehirnaktivität konnte festgestellt werden, dass die Amygdala direkt und regulierend auf den Tappingprozess reagiert. Die Amygdala ist der Teil des Gehirns, der die Stressreaktion im Nervensystem und somit im Körper auslöst.

Es wurde nachgewiesen, dass im  Tapping-Prozess z.B. das Stresshormon Cortisol reduziert wird.

Heute sind es ca. 10.000 ausgebildete Expert:innen im medizinischen und therapeutischen Bereich und es werden mehr, denn die über 320 Studien weltweit erreichten Aufmerksamkeit und belegten die Wirksamkeit des Tapping. 

Inzwischen wird Tapping nach und nach im Gesundheitswesen für die Behandlung von Depressionen, Ängsten, Posttraumatischer Belastungsstörung und Traumata anerkannt und angewandt.

Z.B. im Center for Comprehensive Healing, Department of Psychiatry am Brigham & Women’s Hospital, am Massachusetts General Hospital, National Institute for Clinical Evidence, NHS in Schottland, Chesterfield NHS, Christie Hospital Manchester, Beechwood Cancer Support Centre, University Hospital Beachwood in Ohio, Mater Dei Hospital in Malta und in Australien wurde Tapping in den offiziellen Katalog der zugelassenen Behandlungsformen für PTBS aufgenommen.

In den USA wird EFT-Tapping bei Kriegsveteran:innen angewendet, die wegen PTSD und Depressionen behandelt werden.

Wofür EFT-Tapping angewendet wird:

Klopfakupressur zielt darauf ab, unser emotionales Gleichgewicht und Wohlbefinden zu fördern und unser Nervensystem zu regulieren und wird zur Behandlung vieler emotionaler und körperlicher Beschwerden angewendet. Zum Beispiel bei unterschiedlichsten Ängsten, Phobien, Flugangst, Höhenangst, Stress, traumatischen Erinnerungen (Flashbacks), PTSD/CPTSD, Trauer, Nervosität, , Cravings nach Süßigkeiten oder Chips, Schlafstörungen, limitierenden Glaubenssätzen aber auch bei körperlichen Schmerzen und psychosomatischen Beschwerden.

Die besonderen Vorteile von EFT sind:

  • Es ist eine sichere, schmerzfreie Behandlungsform
  • Es ist leicht zu lernen und an sich selbst anzuwenden, wenn man mit der korrekten Anwendung und dem Protokoll vertraut ist
  • Man braucht keine spezielle Ausstattung oder Tools
  • Es ist nicht übergriffig
  • Man spürt relativ schnell positive Auswirkungen, meistens innerhalb der ersten Anwendung, längerfristige Veränderungen nach einigen Tagen oder Wochen
  • Wenn man es längerfristig anwendet, lassen sich nachhaltige bis permanente Verbesserungen erreichen
  • Man kann es bei vielen Beschwerden einsetzen
  • Man kann es vielseitig einsetzen
  • Es ist ein einfaches Tool auch für Kinder und Teenager und kann auch hier bei Sorgen, Stress, z.B. vor Klassenarbeiten und Prüfungen angewendet werden
  • Durch die Stressreduktion hat EFT einen positiven Effekt auch auf unser Immunsystem
  • EFT hilft uns, uns besser mit unseren Emotionen zu verbinden, sie zu akzeptieren und ihnen die Macht über unser Handeln zu nehmen. Darum wurde es auch als Technik für „Emotionale Freiheit“ bezeichnet.
Meridianpunkte Niere gegen Ängste und für Zuversicht, Mut und Selbstvertrauen

Wie eine EFT-Tapping Anwendung abläuft:

EFT-Tapping kann idealerweise in 1:1 Sitzungen aber auch in kleinen Gruppen stattfinden. Außerdem ist EFT ein einfaches Tool, das man an sich selbst anwenden kann, nachdem man von einem zertifizierten EFT-Practitioner die richtige Anwendung gelernt hat. 

In einer 1 : 1 Anwendung mit einem Klienten und einem EFT- Practitioner oder einem/einer Psycholog:in, wird erst das Thema festgelegt, was der Klient/die Klientin bearbeiten möchte. Die/der EFT-Practitioner schlägt dann eine geeignete Technik vor, die grundlegend immer das „Klopfprotokoll“ beinhaltet.

Es gibt unterschiedliche Techniken, die individuell auf die Klientin oder den Klienten abgestimmt werden.

Bei der Klopfakupressur wird mit dem Fokus auf das Thema, das bearbeitet werden soll, eine spezielle Art des „Klopfens“ mit den Fingerspitzen auf bestimmte Meridianpunkte im Gesicht, am Oberkörper und an den Händen eingesetzt. Die Technik wird darum im Deutschen Sprachraum auch „Klopfakupressur“ genannt.

Zum Abschluss der Sitzung wird eine kurze Abfolge mit Augenbewegungen zur Harmonisierung der Gehirnaktivität durchgeführt.

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